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Premio
Federichino 2006
Festakt in
der Stiftskirche Faurndau am 8. Oktober 2006
Von Waldemar Eistermeier
Der Treffpunkt nimmt sich eher bescheidenen aus: eine Kirche mittlerer Größe
im spätromanischen Baustil in der der Stadt Göppingen angeschlossenen
kleinen Gemeinde Faurndau, erbaut im Stammland der Staufer an der so
genannten "Straße der Staufer" zwischen 1200 und 1220, und eben zu Zeiten
keines Geringeren als Friedrichs II., Enkel des großen Schwaben Friedrich I.
(Barbarossa), Sohn Heinrichs VI. und der Normannin Konstanze von Altavilla,
zuvor König von Sizilien und Deutschland, 1220 von Papst Honorius III. zum
Kaiser des Deutsch-Römischen Reiches gekrönt, später dann auch König von
Jerusalem.
Anlass des Treffens ist die Verleihung des Premio Federichino
(Friedrichspreis) an sieben Preisträger, die sich um die Figur Friedrichs II
verdient gemacht haben. Die Ehrungen wurden ausgegeben von der Gesellschaft
für staufische Geschichte e.V. Göppingen, der Fondazione Federico II
Hohenstaufen Jesi und der Fondazione Federico II Palermo.
Begonnen und durchgehend geleitet war der Festakt unter Vorsitz von Dr.
Wolfgang Stürner, emeritierter Professor für mittlere und neuere Geschichte
und Leiter der Abteilung für Historische Grundwissenschaften am Historischen
Institut der Universität Stuttgart, Präsident der Gesellschaft für
staufische Geschichte sowie in Anwesenheit des Präsidenten der Fondazione
Federico II Hohenstaufen Jesi, Dr. Vittorio Borgiani, und des
Oberbürgermeisters der Stadt Göppingen Guido Till, die hierbei die jeweils
einleitenden Worte sprachen. Sehr zum Bedauern aller Beteiligten und
Anwesenden konnten die beiden italienischen Preisträger Tonino Perini und
Cav. Giovanni Stella aus den ausführlich geschilderten Gründen zur
Preisverleihung nicht persönlich anwesend sein, weshalb ihre Preise
stellvertretend von Dr. Borgiani entgegengenommen wurden. Ebenfalls
verhindert war der On. Gianfrancesco Miccichè, Präsident der Fondazione
Federico II Palermo. Hier nachstehend die Namen der übrigen Preisträger: Dr.
Hans Martin Schaller (zwischenzeitlich verstorben und Entgegennahme des
Preises durch seine Frau), Klaus Anshof, Jürgen Hilse, Dr.-Ing. Dankwart
Leistikow, WOLF (Interessengemeinschaft zur Nachempfindung des hohes
Mittelalter e.V.). Namen von Preisträgern der Fondazione Federico II Palermo
waren zum Zeitpunkt nicht bekannt geworden.
Umrahmt war der Festakt durch IG WOLF, einer Gruppe in mittelalterlichen
Originalkostümen, mit der Vorführung des Ritterschlags eines Knappen am Hofe
des Herrschers sowie mit einer gesanglichen und musikalischen Reise durch
die Stauferzeit von Minnesänger Karsten Wolfewicz auf original nachgebauten
Instrumenten des Mittelalters.
Copyright ©Waldemar Eistermeier
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