Die Entstehung der Ritterorden

 von Alberto Gentile

 

Vorwort

Die Geschichte der wichtigsten mittelalterlichen Ritterorden nachzuvollziehen ist sicherlich ein schwierige Aufgabe, vor allem im Inneren einer Web-Seite, die nicht insbesondere darauf ausgerichtet ist. Es ist also nicht meine Absicht, dem Leser eine vollständige Präsentation zu liefern. Mit den folgenden Abrissen möchte ich lediglich dazu verhelfen, Neugier zu wecken, um eigenständige Recherchen zur Vertiefung des Themas durchzuführen.

 

Die Entstehung der Ritterorden

Der erste Kreuzzug führte im Jahre 1099 zur Rückeroberung Jerusalems durch die Christen. Zunächst war Peter von Armiens an der Spitze des „Volkskreuzzuges“ (Männer, Frauen und Kinder aus sehr bescheidenen Verhältnissen), die Europa durchquerten, um das Heilige Land von den Muslimen zurückzuerobern.

Die meisten von ihnen gelangten jedoch nie an ihr Ziel. Zu Tausenden wurden sie längs der Strassen von Wegelagerern und zersprengten Soldaten niedergemetzelt.

Ein Teil dieses Kreuzzugs, der ausschließlich aus Deutschen bestand, und der von Gottschalk, einem Jünger Peters, und von Emich von Leisingen angeführt wurde, kam noch nicht einmal bis Konstantinopel, sondern verzögerte seinen Weiterzug, um Judenverfolgungen durchzuführen. Dieser Teil wurde während seines Durchzugs durch Ungarn vollständig vernichtet.

Aufgrund dieser unglücklichen Ausführung von Peter von Armiens sammelte Papst Urban II eine Armee, die von den besten Rittern Europas geführt wurde. Sie wurde von Adhemar de Monteil, Bischof von Le Puy koordiniert und an deren Spitze standen Robert von der Normanie, Graf Stefan de Blois und Graf Hugo von Vermandois.

„Ein Kreuzritter kehrt ins Vaterland zurück“. Gemälde aus dem 19. Jahrhundert von K.F. Lessing

Das flämische Kontinent wurde von Robert von Flandern angeführt. Dieser schloss die Männer der Grafen Eustach II von Boulogne und seiner Brüder Gottfried von Bouillon und Balduin mit an.

Der Süden Frankreichs dagegen wurde vertreten von Raimond von Saint Gilles, dem Grafen von Toulouse.

Zu jener Zeit war Gottfried von Bouillon Herzog von Niederlothringen. Von seiner Mutter Ida, die seinerzeit die große Kathedrale zu Boulogne erbauen ließ, erbte er Titel und Ländereien der  Bouillon, die er zugunsten des Bischofs von Lüttich belehnen ließ, um damit den Feldzug ins Heilige Land zu finanzieren.

Als der erste Kreuzzug schließlich organisiert anlief, war Gottfried zum Oberkommandierenden geworden und wurde nach dem Endsieg 1099 zum König Jerusalems ausgerufen. Er zog es jedoch vor, sich des Herrschertitels nicht zu bedienen und gab sich stattdessen den Namen „Beschützer des Heiligen Grabes“.

Während dieser Zeit wurden verschiedene Ritterorden gegründet.

Gottfried starb 1100, kurz nach seinem Triumph in Jerusalem. Ihm folgte sein jüngerer Bruder Balduin von Boulogne nach. 18 Jahre später, nämlich 1018 folgte Balduin dessen Cousin Balduin II von Bourg.

 

-         Deutscher Orden, Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens zu Jerusalem

-         Malteserorden, Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem

-         Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem

-         Templerorden, Arme Ritter Christi und des Tempels von Salomon zu Jerusalem

 

 

Um mehr zu erfahren:  

 Che cosa sono realmente le crociate (Was sind die Kreuzzüge wirklich) – italienischer Link

 Copyright  ©2004 Alberto Gentile

Deutsch von Claudia Litti

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